Crossmediale Perspektiven: Computerzeitschriften und der Zeitgeist der Gesellschaft

Der Computer und seine Nutzung sind fest in den Alltag integriert, sodass es nicht verwunderlich ist, dass sich rund um die IT-Technik ein Markt entwickelt hat, zu dem auch Computerzeitschriften gehören. Ohne einen PC bzw. einen Internetzugang scheint es fast unmöglich, das Leben zu gestalten, denn die Techniken spielen sowohl in der Arbeitswelt als auch im Freizeitbereich eine immer größere Rolle. Doch nicht nur auf der Nutzerseite, sondern auch auf der Seite der Anbieter und Hersteller zeigt sich eine große Variationsbreite, die einen harten Wettbewerb um die Aufrüstung der Technik, deren Vereinfachung und eine große Angebotsvielfalt nach sich zieht. Für den Nutzer wird es immer schwieriger, die Entwicklungen nachvollziehen zu können und auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Computerzeitschriften helfen dabei, einen transparenten Einblick in eine Welt zu bekommen, die durch einen enormen Expansionsprozess der Branche bestimmt ist.

Parallel zur rasanten Marktausdehnung der IT-Technik ist auch die mediale Informationsbranche gewachsen. Computerzeitschriften stehen in Konkurrenz zueinander und müssen um die Aufmerksamkeit der Leser kämpfen. Dadurch sind in den letzten Jahren Special-Interest-Spalten in einem ohnehin schon spezifizierten journalistischen Feld entstanden. Es geht nicht mehr nur darum, den Lesern die Technik und deren Entwicklung zu erklären. Computerzeitschriften, die sich auf Spiele spezialisiert haben, verschiedene Trends der Branche verfolgen, stärker auf den Internetbereich eingehen oder die Foto- und Videotechnik als Themenschwerpunkt setzen, zeigen besonders eines: Es gibt die unterschiedlichsten Arten einen Computer zu benutzen. Er ist längst kein Gerät mehr, das zu bestimmten Personengruppen, Arbeitsbereichen, Ausbildungswegen oder Freizeitbeschäftigungen gehört. Der PC ist eher ein gesamtgesellschaftlicher Gebrauchsgegenstand, der als selbstverständlich und unverzichtbar gilt. Der Markt rund um die Computerzeitschriften versucht diesem Phänomen gerecht zu werden und trifft damit auch den Zeitgeist der Gesellschaft.

Für weniger interessierte Computernutzer scheint sich der Inhalt der verschiedenen Computerzeitschriften sehr zu ähneln. Wer allerdings genauer hinschaut, der bemerkt, dass die Vielfalt der Technik auch im Verfassen von Texten zum Ausdruck kommen kann. Insgesamt bieten die Zeitschriften vor allem eines: Crossmedialität. Sie fungieren als Ratgeber, aber auch als Denkanstöße und als Informationsquellen in einer globalen Computertechnik. Durch diese Vielfalt werden Computerzeitschriften auch für Nicht-Techniker interessant und dürfen auch ohne Hintergrundwissen, wohl aber zur Wissenserweiterung, gelesen werden.